Wenn der Ergebnisdruck im Job krank macht

Wenn der Ergebnisdruck im Job krank macht

Seit nunmehr zehn Jahren ist der Anstieg an Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen kontinuierlich. Hohes Arbeitspensum, Termin-, Leistungs- und Ergebnisdruck sind die typischen Auslöser. Im Arbeitgebermagazin NAHDRAN der BARMER GEK wurden nun die bekannten Experten Prof. Dr. Gert Kaluza und Dr. Anja Chevalier interviewt.

Diesem zufolge legen viele Arbeitnehmer ein erhöhtes Arbeitstempo vor, von dem sie selbst nicht glauben, dass sie es langfristig durchhalten können. Jeder vierte verzichtet auf Pausen und jeder achte erscheint Krank zur Arbeit, wodurch das Problem des Präsentismus immer deutlicher wird.

Viele Arbeitnehmer betreiben nahezu Raubbau an ihrer Gesundheit, da sie permanent an ihrer Leistungsgrenze agieren, um den hohen Erwartungen von Arbeitgebern, Kollegen, Freunden, Familie und sich selbst standhalten zu können. Geschürt wird dies auch durch immer größere Handlungsspielräume und steigende Verantwortung eines jeden Beschäftigten, sowie der Selbsteinteilung der Angestellten. Diese beschriebenen Handlungsspielräume sind eigentlich die Grundpfeiler eines gesundheitsfördernden Verhaltens. So dürfen zwar die Prioritäten der Aufgaben selber gemanaged werden , jedoch endet dort meist das Mitbestimmungsrecht. Das löst bei vielen Stress aus – mit den bekannten gesundheitlichen Folgen.

Nun könnte man dem Angestellten beinahe eine gewisse Eigenschuld an seiner Situation zuschreiben, da er doch eigentlich vieles in den eigenen Händen hat. Doch das sich daraus entwickelnde Dilemma zwischen Erwartungen und existenziellen Sorgen den Job zu verlieren ist der Gesundheit eher schädlich. Denn dadurch, dass in der Gesellschaft eine allgemein sehr hohe Leistung vorliegt, haben wir das Gespür für Leistungsfähigkeit verloren. Es gilt Regenerationsphase einzulegen und Arbeit so zu planen, dass sie effektiv ist.

Arbeitgeber sind also gefordert realistische Zielvereinbarungen zu treffen, Leistungspotenziale der Beschäftigten zu fördern und die Human Ressources im Blick zu haben. Die Führungskräfte sind gefordert gemeinsame Zielvereinbarungen zu treffen, Wertschätzung zu vermitteln und auf Entwicklungen in der Belegschaft einzugehen.

Betriebliche Gesundheitsförderung und betriebliches Gesundheitsmanagement erbringen einer aktuellen Berechnung der Initiative Gesundheit und Arbeit für jeden eingesetzten Euro ein Return on Investment von 2,70 €.

 

Lesen Sie hier das gesamte Interview.

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